Zu Fuß auf dem Pilgerweg von
Berlin nach Santiago de Compostella
Via Regia:
Gotha – Neufrankenroda (13,2km)
Bereits morgens, als ich von Gotha aus loswanderte, regnete es. Meine Hose und Schuhe, die ich über Nacht hatte trocknen können, waren schnell wieder durchnässt. Ich konnte nicht stehenbleiben, weil ich sonst abgekühlt wäre. Selbst meine Handschuhe kamen heute zum Einsatz. Die Investition in eine neue Regenjacke hatte sich gelohnt; am Oberkörper blieb ich trocken.
Der Weg selbst war sehr schön, führte mal durch Felder, dann durch ein Naturschutzgebiet auf dem Kriegberg. Dieses fast baumlose Gebiet war seit Jahrhunderten eine Sperrzone für Zivilisten und diente dem Militär als Lager- und Übungsplatz. Es gab keine Wetterschutzhütte in diesem Gebiet. Fotos konnte ich leider nicht machen, weil mein Handy wegen der Feuchtigkeit streikte. Erst unterhalb des Berges kam eine Schutzhütte in Sicht, doch da war der Regen bereits Geschichte. Zum Glück war die Etappe mit 13 Kilometern recht kurz, und ich erreichte die Pilgerherberge auf dem Siloah-Hof in Neufrankenroda bereits um 14:00 Uhr.
Der Hof liegt in einer herrlich ruhigen Umgebung, obwohl hinter dem Hof ein Zeltlager mit 3000 Pfadfindern stattfand und der Hof selbst auch noch eine Gruppe von 50 Kindern beherbergte. Gleichzeitig wird hier auch noch Landwirtschaft und Viehzucht betrieben.
Der Hof wurde in den 80er Jahren als religiöse Familienkommunität von vier Paaren gegründet, die auch heute noch hier leben. Ich habe entspannt in einem der Wohncontainer geschlafen.
Grüne Reise nach Santiago:
Tag 19
Gotha – Neufrankenroda (13,2km)








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