Zu Fuß auf dem Pilgerweg von
Berlin nach Santiago de Compostella
Via Regia:
Kleinliebenau – Merseburg (15,9km)
Heute bin ich sehr früh aufgestanden, da es ein besonders heißer Tag mit Temperaturen bis zu 26°C werden sollte. Mein Frühstück bestand aus dem, was noch im Kühlschrank war: Toast, Butter und Konfitüre. Beim Kaffee bin ich wählerisch und habe meinen mitgebrachten Nescafé Espresso zubereitet. Um 7:30 Uhr brach ich auf.
Nach etwa 2 Kilometern erreichte ich Horburg, wo ich die Marienkirche besichtigte. Diese Kirche war im 13. Jahrhundert ein bedeutender Pilgerort. Bekannt unter „Das Tränenwunder von Horburg“. Die im Altar eingearbeitete Marienfigur hat angeblich zu besonderen Anlässen geweint.
Von Horburg aus setzte ich meine Wanderung über Wiesen, Feld- und Waldwege fort. Ich kam zu den ehemaligen Braunkohlegruben, die inzwischen mit Wasser der Luppe gefüllt sind. Die meisten Uferzonen sind nicht zugänglich, was der Regeneration der Natur und der Artenvielfalt zugutekommt. Dennoch gibt es einige Badestellen, an denen ich meine Füße vom Steg baumeln ließ.
Meine Wanderung führte mich weiter entlang der Luppe und schließlich neben der Hauptstraße nach Merseburg. Dort habe ich mein Quartier für die Nacht bezogen, oben auf der Empore der Thomaskirche. Der Dom und die Thomaskirche sind nur durch die Saale getrennt.
Mein Feldbett war das Rechte. Abends kamen dann noch Maike und Helmut dazu, die ersten Pilgersleut, die ich seit Berlin getroffen habe.
Es war ein erfüllter Tag voller Eindrücke und Erlebnisse.
Grüne Reise nach Santiago:
Tag 12
Kleinliebenau – Merseburg (15,9 km)












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