Der Weg ist das Ziel, aber es ist wichtig, ihn so angenehm wie möglich zu gestalten. Ich meine damit nicht, dass ich jedes Café am Wegrand aufsuchen werde, um Pausen einzulegen. Es geht darum, herauszufinden, welche Dinge man unterwegs nicht missen möchte und auf welche man bereit ist zu verzichten, ohne dass es den Komfort einschränkt. Bei jeder Reise gibt es Dinge, von denen man im Grunde schon vorher weiß, dass man sie wahrscheinlich unberührt wieder bis nach Hause trägt. Mit jeder Tour wird man etwas klüger.
Auf meinen bisherigen Jakobswegen habe ich immer in Privatunterkünften, Herbergen und kleinen Hotels übernachtet. Diesmal habe ich mich dazu entschlossen, auch ein Zelt dabei zu haben, nicht nur wegen der mageren Infrastruktur an bezahlbaren Unterkünften auf deutschen Wanderwegen, sondern auch um etwas unabhängiger zu werden. Ich möchte die Etappen nach meinem körperlichen Empfinden einrichten können.
Die Frage, die ich mir zu Beginn meiner Planung zum benötigten Gepäck gestellt habe, war, wie viel Kilogramm ich bereit bin, über eine Distanz von 3000 km zu tragen. Die Antwort darauf war nur ein breites Grinsen, ohne über eine konkrete Zahl nachzudenken. Letztendlich habe ich mich für eine Zahl entschieden, die ich keinesfalls überschreiten möchte. 10 kg ist das absolute Maximum. Dafür ist es wichtig, effizient zu packen und nur das Nötigste mitzunehmen. Seit nunmehr 6 Monaten beschäftige ich mich mit diesem Thema, und ich habe endlich alles zusammen. Einiges von dem, was ich bisher auf meinen Touren verwendet habe, konnte ich durch leichteres Equipment ersetzen. Meine Packliste werde ich hier veröffentlichen.



